GSaME-Projekt: Frugal Engineering

Die Universität Stuttgart steht für herausragende, weltweit beachtete Forschung und erstklassige Lehre in einer der dynamischsten Industrieregionen Europas. Als verlässliche Arbeitgeberin begleitet und fördert die Universität die akademische Laufbahn ihrer Forscher*innen. Sie ist stolz auf ihre Mitarbeiter*innen, die gegenwärtig aus über 100 verschiedenen Ländern kommen. Die Universität ist Partnerin für den Wissens- und Technologietransfer und setzt auf Interdisziplinarität.

Veröffentlichungsdatum:  15.08.2022
ID der Anzeige:  627
Fakultät: Advanced Manufacturing Engineering (GSaME) 
Institut/Einrichtung:  
Forschungsverbund: N/A 
Lehrverpflichtung: Nein 
Bewerbungsfristende: 30.09.2022 
Voraussichtliches Startdatum:  03.10.2022 
 
Über uns
 

Die Graduiertenschule GSaME (Graduate School of Excellence advanced Manufacturing Engineering) wurde 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative gegründet und ist als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Stuttgart etabliert. Aufgabe der Graduiertenschule GSaME ist es, Promovierende auf dem Gebiet des advanced Manufacturing Engineering nach dem neuesten Stand von Forschung, Lehre und Praxis exzellent interdisziplinär auszubilden. Für die Erreichung dieser Ziele hat die GSaME ein spezifisches Promotionsprogramm etabliert und das duale Grundprinzip mit einem Wechsel von Phasen theoretischer Qualifizierung und Forschungspraxis auf die Promotionsphase übertragen. Die Promovierenden führen eigenständige wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des advanced Manufacturing Engineerings (aME) durch, in deren Mittelpunkt interdisziplinäre Schlüsseltechnologien für die Einführung von Innovationen in Technik, Software, Organisation und Gestaltung sowie für das Management stehen.

  
 
Ihr Aufgabenbereich
 

Forschungsthema:

B2-014 - Von der Idee zur Produktion: Die Rolle von Ansätzen zu frugalen Innovationen, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit in der Entwicklung neuer Produkte


Verantwortlicher Hauptbetreuer:
Prof. Dr. Alexander Brem (ENI)

 

Problemstellung:

Der Wettbewerb um Innovationen ist hart wie nie, und das übergreifend in fast allen Industrien. Mit dem Aufstieg von Entwicklungsländern in der Weltwirtschaft hat ein dortiges Phänomen hierzulande Popularität erlangt. Sogenannte frugale Innovationen, Ergebnisse von Frugal Engineering, werden heute weit über diese Länder hinaus in der Produktentwicklung genutzt. Parallel dazu haben die vielen Anwendungsbereiche von künstlicher Intelligenz dazu geführt, dass sich auch unser grundsätzliches Verständnis vom Entstehen neuer Produkte massgeblich verändert hat. Gepaart mit der anhaltenden Diskussion um Klimaneutralität und Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen muss das Management von Technologien und Innovationen in Unternehmen deshalb grundlegend neu gedacht werden.

 

Relevanz der Themenstellung:

Vor diesem Hintergrund hat dieses Forschungsprojekt das Ziel, die unterschiedlichen Perspektiven von frugalen Innovationen, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit zu nutzen, um unser Verständnis von Innovationsprozessen zu revolutionieren. Durch Frugal Engineering entstehen Innovationen, die mit dem in Forschung und Entwicklung weit verbreiteten Paradigma „immer mehr, immer besser“ bzw. „Over-engineering“ bricht. Es sollen einfache, technisch anspruchsvolle Lösungen entstehen, um neue (Preis-)Segmente zu erschließen. Dazu gehören insbesondere Ansätze zu „Localisation“ mit globalen Fokus, Neuentwicklung vs. Anpassung, Einsatz neuer Technologien sowie spezifische Preis- und Marketingstrategien. Künstliche Intelligenz wird zunehmend sowohl in den Frühphasen des Innovationsprozesses angewendet, wo Kreativität und Prototyping eine wichtige Rolle spielen, als auch in späteren Phasen, wo Produktion und Projektmanagement zentrale Themen sind. Somit muss unser etabliertes Verständnis von Mechanismen von technology-push und market-pull  hinterfragt werden. Last but not least führt  die aktuelle Nachhaltigkeitswelle zu neuen Ansätzen in der Produktentwicklung, z.B. durch das Revival von Konzepten wie der Kreislaufwirtschaft (Cradle-to-Cradle) oder ökologischer Innovationen.

 

Wissenschaftliche Fragestellung:

Systematisierung von Ansätzen zu Frugal Engineering, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit in einem Produktentwicklungskontext; Analyse von Frugal Engineering, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeitsprinzipien und Best Practices; Empirische Untersuchung von relevanten Modellen und Ansätzen für die genannten Themenbereiche; Entwicklung einer Toolbox für Unternehmen zur Verbindung von Frugal Engineering, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit für ein erfolgreiches Technologie- und Innovationsmanagement der Zukunft.

 
 
Ihr Profil
 
  • Einen erfolgreichen Abschluss in einem einschlägigen Masterstudiengang oder gleichwertigen Studiengang im Themenfeld
  • Die Erfüllung der Voraussetzungen der Promotionsordnung der Universität Stuttgart in der geltenden Fassung sowie der Zulassung zur Graduiertenschule GSaME (siehe Bewerbungsvoraussetzungen GSaME)
  • Kenntnisse im Forschungsgebiet
  • Bereitschaft zur Erweiterung der notwendigen Fachkompetenz
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse (C1)
  • Kreativität, wissenschaftliche Neugier, Organisationstalent, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, Engagement
 
Unsere Leistungen
 
  • Optimale Promotionsbedingungen für einen Abschluss nach 3 Jahren
  • Ein spezifisches Ausbildungs- und praxisrelevantes Qualifizierungsprogramm
  • Individuelle Betreuung und eine Führungskompetenz fördernde Promovierendenkultur
  • Sie entwickeln innovative Lösungen und treiben strategische Entwicklungen
  • Akademische und industrielle Spitzenforschung auf dem Gebiet des advanced Manufacturing Engineerings
  • Zusammenarbeit mit exzellenten Universitätsinstituten, der Fraunhofer-Gesellschaft und Industriepartnern

 
Informationen zu Beschäftigung und Vergütung
 
Maximale Förderungs- bzw. Beschäftigungsdauer: 48 Monate
Art der Finanzierung: Stipendium 
Vergütung:  1468.0
 
Prozentsatz Wochenarbeitszeit (ausgehend von 39,5h = 100%): 100% 
Anstellung beim Kooperationspartner: Nein 
Standort: Stuttgart, Campus Vaihingen
Wenn anderer Standort als Stuttgart oder zusätzliche(r) Standort(e): N/A  
 
Kontaktdetails
 
Ansprechperson: Gabriele Erhardt 
Mailadresse: Gabriele.erhardt@gsame.uni-stuttgart.de
Telefonnummer: +49 711 685 61801
Webseite: https://www.gsame.uni-stuttgart.de

Wir als Universität Stuttgart fördern aktiv die Vielfalt unserer Mitarbeiter*innen. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, mehr Wissenschaftlerinnen zu gewinnen, mehr Menschen mit internationalem Hintergrund sowie mit Beeinträchtigung zu beschäftigen. Über entsprechende Bewerbungen freuen wir uns daher besonders. Unabhängig davon ist uns jede gute Bewerbung willkommen. 

Bewerberinnen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung in Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, bevorzugt berücksichtigt. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Qualifikation vorrangig eingestellt.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, generell von Berufs- und Privatleben, unterstützen wir als zertifizierte familiengerechte Universität über unterschiedliche flexible Module. Wir haben ein mehrfach ausgezeichnetes betriebliches Gesundheitsmanagement und bieten unseren Beschäftigten vielfältige Weiterbildungen. Unsere Barrierefreiheit entwickeln wir kontinuierlich weiter. Internationale Wissenschaftler*innen betreut unser Welcome-Center beim Start in Stuttgart. Partner*innen von Neuberufenen und Führungskräften unterstützen wir mit einem Dual-Career-Programm.

Informationen nach Artikel 13 DS-GVO zum Umgang mit Bewerbungsdaten finden Sie unter https://careers.uni-stuttgart.de/content/Datenschutz/?locale=de_DE